Mora und Julio: Eine dieser Begegnungen, die dich nicht mehr loslässt.
Mora und Julio: Eine dieser Begegnungen, die dich nicht mehr loslässt.
Ich wollte eigentlich nur meinen Kaffee trinken. Stattdessen begann hier eine Geschichte, die ich nie vergessen werde.
Es war ein wunderschöner Morgen im September. Vor einer kleinen Bäckerei saß ich in der Sonne und genoss meinen Café con leche. Mein Blick glitt durch die Straßen des kleinen Bergdorfs, wo alte Mallorquiner sich angeregt gestikulierend unterhielten.
Da sah ich ihn.
Ein junger Mann. Neben ihm sein Hund.
Er trank ebenfalls Kaffee – der Blick ein wenig grimmig.
Doch als er sich zu seinem Hund beugte und ihm mit einer fast zärtlichen Selbstverständlichkeit über den Kopf strich, veränderte sich etwas.
Er sagte ein paar leise Worte, und sein Gesicht – eben noch verschlossen – hellte sich auf.
Wie ein Sonnenaufgang.
Ich war fasziniert und zugleich tief berührt. Sein ganzer Ausdruck öffnete sich, sobald er mit seinem Hund in Verbindung trat.
In diesem Moment wusste ich: Ich muss sie fotografieren.
Die Bildgeschichte formte sich in meinem Kopf, als hätte ich sie längst gesehen.
Also stand ich auf, ging zu ihm hin und sprach ihn auf Englisch an.
Er verstand mich gut. Später erfuhr ich, dass er in einem Hotel am Hafen arbeitet.
Sein grimmiger Blick? Müde Augen nach der Nachtschicht.
Er musste lachen, als ich fragte, ob ich die beiden fotografieren dürfte.
„Natürlich kannst du Mora fotografieren“, sagte er.
„Nein, nein“, lachte ich,
„ich will EUCH fotografieren. Zusammen.“
Ich glaube, anfangs hielt er das für einen Scherz. Wahrscheinlich hatte ihn noch nie jemand danach gefragt.
Wir verabredeten uns für das kommende Wochenende an meiner Lieblingslocation außerhalb des Dorfs – ein magischer Platz, an dem der Torrente den Berg hinunterfließt.
Es wurde ein Shooting, das mir immer in Erinnerung bleiben wird. Und in meinem Herzen.
Nicht nur wegen der Location und des Lichts, sondern weil ich ihre Geschichte kennenlernen durfte und mich mit meiner Kamera darin verlieren konnte.
Julio setzte all meine Ideen mit Freude um, und danach gingen wir noch zur kleinen Casita seines Vaters, wo ebenfalls magische Bilder entstanden. Inmitten von Orangen und mit Blick in die Serra de Tramuntana Gebirgskette.
Vielleicht fragst du dich jetzt:
Warum macht sie das umsonst?
Ich verstehe diese Frage – schließlich bin ich eine bekennende Gegnerin von privaten TFP-Shootings.
Doch für mich war es nicht umsonst.
Ich liebe es zu fotografieren. Und noch mehr liebe ich es, die Geschichte hinter einer Tier-Mensch-Verbindung zu sehen, zu fühlen und für den Besitzer festzuhalten.
Es erfüllt mich mit unendlicher Glückseligkeit, Menschen, die ihre Tiere so lieben wie ich, diese Freude zu schenken. Ganz nebenbei ist es Balsam für meine Seele und zeigt mir, was ich mit meinen Bildern in die Welt bringen kann.
Seit jenem Tag sehe ich jedes Mal ein strahlendes Gesicht, wenn ich Julio im Dorf treffe und er mich. Über die Fotografie ist auch zwischen uns eine Verbindung entstanden. Dieses Shooting wird uns beiden immer in Erinnerung bleiben.
Ganz unter uns: Ich glaube, er war auch ein bisschen stolz, seinen Kumpels davon zu erzählen.
♥ Wenn du dich für die Tiefe der FEINEN FOTOGRAFIE öffnest, wirkt sie auch in dir.
Das ist es, was ich dir heute mitgeben möchte:
Sieh deine Fotografie nicht nur als kommerzielles Vehikel, sondern als Gabe, die hinaus in die Welt möchte – für viele strahlende Gesichter.
Und manchmal, wenn dein Herz danach ruft, so wie meines an jenem Morgen im Café, nutze diese besondere Fähigkeit des feinen Fotografierens, um ein kleines Stück Glückseligkeit zu verbreiten.
Die Welt braucht das. Und die Menschen darin noch viel mehr.
Magische Grüße,
Nicolettas Newsletter
Hol dir den BILDMAGIE IMPULS für Feine Fotografie, Bildtransformation und Marketing. Direkt in dein Postfach.
ERZÄHL ES WEITER:


