So gestalte ich Emotionale Bildmomente
So gestalte ich Emotionale Bildmomente
Alles beginnt mit Einfühlen
Meinen kreativen Prozess entwickelte ich bereits in den Jahren, in denen ich mit meiner Werbeagentur Kunden aus ganz unterschiedlichen Branchen betreute.
Damals war es mir schon wichtig, in die Vogelperspektive zu gehen – und mich gleichzeitig tief in die jeweilige Materie einzufühlen. Ob exklusive Schreibwaren, spezielle Chemikalien oder das Züchten und Vertreiben von Saatgut wie Mais und Raps – ich wollte verstehen, worum es wirklich ging.
Ich saß zwischen Zetteln, Büchern und bunten Stiften, entwickelte Strategien und entwarf Bildkonzepte. Anzeigen, Broschüren, Werbematerialien – alles, was das jeweilige Projekt erforderte, wurde inhaltlich und visuell durchdacht, bevor wir es dem Kunden präsentierten und die Produktion begann.
Und du fragst dich jetzt vielleicht: Was hat das mit Tierfotografie zu tun?
Eine ganze Menge. Denn diese Vorgehensweise begleitet mich bis heute in meiner Arbeit als Tierfotografin. Denn sie bildet das Fundament meiner emotionalen Bildwelten.
Der Ursprung meiner Bild-Ideen
Auch heute, nach über 30 Jahren, entwickle ich meine Bildkonzepte nicht spontan beim Fotografieren, sondern aus einem inneren Prozess heraus. Ein Prozess, der unabhängig ist vom Kunden. Ganz gleich, ob für private Herzensprojekte, Tierberufler, wie ich sie liebevoll nenne, oder für eigene freie Arbeiten.
Der erste Kontakt mit dem Menschen, der ein Shooting mit mir plant, ist dabei bereits der Anfang dieser Reise. Denn emotionale Tierfotografie ist für mich weit mehr als eine schöne Location, ein fließendes Kleid und ein stimmungsvoller Sonnenuntergang. Sie beginnt dort, wo ich spüren darf, was zwischen den Zeilen liegt.
Wenn ich dieses Band sehe, wenn ich es fühlen kann – dann beginne ich, die Geschichte zu erzählen. Und oft braucht sie gar keine spektakuläre Kulisse. Kein dramatisches Licht. Keine Inszenierung. Die Intensität liegt in der Verbindung. Und die ist, ganz einfach, Liebe.
Ich möchte das sehen, was oft unsichtbar bleibt – die Verbindung zwischen Tier und Mensch. Dieses leise Band, das in der Tiefe wirkt. Wenn ich es erfasse, beginnt die eigentliche Bildgeschichte. Sie braucht keine große Inszenierung, denn ihre Kraft liegt in der Echtheit.
Fotografie als Erinnerungs-Konserve
Emotionale Bildmomente entstehen genau dann, wenn dieses unsichtbare Band sichtbar wird. Ich halte es fest – nicht für die Öffentlichkeit, nicht für Likes oder Anerkennung auf Social Media. Sondern für den einen Menschen, der sein Tier an seiner Seite hatte. Damit er sich erinnern kann, immer wieder. Und nicht nur mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen.
Was zählt, ist nicht das perfekte Bild. Es ist der Moment, der berührt. Der eine Blick, die Geste, das Gefühl. Die Träne, die vielleicht leise fließt, weil sich jemand in deinen Bildern wiederfindet. Weil er sich gesehen fühlt.
Vorbereitung ist der Schlüssel zur Magie
Meine innere Vorbereitung kennst du jetzt. Und dann beginnt die äußere. Ich telefoniere mit meinen Kunden, manchmal mehrfach. Höre genau hin, stelle Fragen, lasse mir Geschichten erzählen. Nicht nur die Worte interessieren mich, sondern das, was mitschwingt. Die Stimmung, der Tonfall, das, was unausgesprochen bleibt.
Wie beschreibt der Mensch sein Tier? Mit welchen Begriffen, mit welcher Emotion? Ich mache mir Notizen und merke mir kleine Details, die mir später helfen, tiefer einzutauchen.
Oft lasse ich mir vorab auch Bilder zusenden. Sie erzählen oft mehr als tausend Worte. Ich sehe, wie das Tier sich bewegt. Wie es schaut. Und natürlich: welches Fellkleid es trägt. Auch das ist für mich wichtig – denn ich will die Farbwelten fühlen, in die ich eintauche.
Wenn es möglich ist, schaue ich mir auch die Location im Vorfeld an. Denn Orte haben eine Energie. Sie erzählen dir etwas. Du musst nur still genug werden, um es zu hören. Und ich nehme mir die Zeit, hinzuspüren. Wie wirkt das Licht? Was erzählen mir Bäume, Wiesen, Wege? All das fließt mit ein.
♥ Emotionale Bildmomente entstehen nicht im Shooting – sie entstehen in der Verbindung davor.
Am Shootingtag ist alles vorbereitet
Durch diese intensive Vorbereitung bin ich innerlich bereits im Shooting, bevor der Tag überhaupt beginnt. Ich kenne die Stimmung, ich kenne mein Model, ich weiß, worauf ich achten möchte. Das erlaubt mir, von Anfang an präsent zu sein. Ich bin ruhig, fokussiert und offen für das, was kommt.
Diese Ruhe überträgt sich auch auf meine Kunden. Es entsteht eine Vertrautheit, die echte Nähe zulässt. Und genau daraus entstehen die Bilder, die nicht gestellt wirken. Sie atmen. Sie dürfen sich entfalten. Sie erzählen, was war – und manchmal auch, was nie in Worte gefasst wurde.
Das ist mein Schlüssel.
Je tiefer ich eintauchen darf in ihre Welt, desto intensiver wird meine Bildgeschichte.
Es entsteht Vertrauen. Und das ist für meine Art zu arbeiten essenziell.
Es gibt keinen festen Ablauf
Ich werde oft gefragt, ob ich eine Anleitung geben kann, wie man emotionale Bilder kreiert. Die Antwort lautet: nicht wirklich. Denn das, was im Shooting sichtbar wird, entsteht viel früher. Das Shooting ist niemals der Anfang. Es ist das Ergebnis. Deiner inneren und äußeren Vorbereitung.
Wenn du dich selbst einlässt, wenn du dich vorbereitest, wenn du dir Raum nimmst für echte Verbindung, dann darf auch deine Kreativität fließen. Dann entstehen Bilder, die nicht durch Perfektion glänzen, sondern durch Gefühl.
In den Lichtmomenten, in der Stille, in den Pausen.
Da, wo echte Nähe entsteht.
Wo Posen unwichtig werden.
Bildmagie darf man lernen
So gestalte ich meine emotionalen Bildmomente.
Mit meinem Bildmagie Prozess.
Wenn du diesen Weg für dich entdecken möchtest, begleite ich dich gern. Schreib mir, wenn du Fragen hast oder spürst, dass das auch dein Weg sein könnte.
Magische Grüße,
Nicolettas Newsletter
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